Monatsarchiv: April 2011

Zitat zu Karfreitag

Nachdem ich, dank unerwartet langer Umbauten in meiner Wohnung, meinen Desktop-Rechner nicht nutzen konnte, ist hier nun ein Zitat, welches viele bestimmt schon kennen werden. Ich musste letztens aber daran denken, also:

Debating creationists on the topic of evolution is rather like trying to play chess with a pigeon; it knocks the pieces over, craps on the board, and flies back to its flock to claim victory.

Scott D. Weitzenhoffer

Übersetzung:

Mit Kreationisten über das Thema Evolution zu diskutieren, ist wie mit einer Taube Schach zu spielen; sie wirft die Figuren um, macht auf das Brett und fliegt dann zurück zu ihrem Schwarm um den Sieg zu beanspruchen.

Scott D. Weitzenhoffer

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Kreationisten Fragen, Äffchen antworten: Lebende Fossilien & Selektiver Druck

Hier ist die Antwort, welche ich vor ein paar Jahren, auf eine Frage über die Existenz von Lebenden Fossilien, die ja oft als Argument gegen Evolution angeführt werden, beschäftigt.

Ich hätte da mal eine frage und zwar jetzt mal unbedeutend ob es einen gott gibt oder einen darwin oder was auch immer für eine meinung und zwar: warum verändern sich einige lebewesen stark und andere nicht also intellligenz z.b. es gibt ja noch heute lebewesen die es schon seit es den planet gibt, gibt. und die sind nicht gerade immer von großem intelekt. oder andere merkmale rein in der veränderung des körpers da wäre ein beispiel der hai der ja nur leben kann wenn er sich bewegt das ist ja nicht immer perfekt!
[...]
warum verändern sich einige lebewesen stark und andere nicht

Quelle

Hier spielen 2 verschiedene Effekte rein.

1. Zum einen sind viele Veränderungen gar nicht offensichtlich. Wenn man zB von ‘lebenden Fossilien’ spricht, meint man ja Tiere die sich äußerlich kaum von ihren Vorfahren vor Millionen von Jahren unterscheiden. In der Aussage liegt auch direkt der Hund begraben. Sie unterscheiden sich äußerlich kaum, können aber Anpassungen durchgemacht haben, die sich nicht auf die Morphologie auswirken.
Es ist zum Beispiel sicher, dass das Immunsystem eines heutigen Pfeilschwanzkrebses sich stark von dem seiner fossilen Vorfahren unterscheidet.

2. Zum anderen gibt es den sogenannten ‘Selektiven Druck’. Dieser Selektive Druck ist nichts anderes als der Einfluss der Umwelt auf einen Organismus bzw. auf eine Population.
Das klingt jetzt wahrscheinlich etwas unanschaulich, ist aber recht einfach zu erklären.
Stell Dir einfach mal einen großen See vor. Die Fische darin haben genug Sauerstoff und genug zu fressen und fühlen sich deshalb pudelwohl.
Eine Veränderung ihres Bauplans würde ihnen keine Vorteile, sondern uU sogar Nachteile bescheren. Man sagt dann, das der Selektive Druck auf sie gering ist. in Richtung eines Erhaltes des Bauplans wirkt.
Jetzt entsteht aber zwischen diesen See und dem Meer ein neues Gebirge. Als Folge davon fällt in der Gegend des Sees weniger Regen und der See beginnt auszutrocknen. Wie man ja weiß, haben kleine stehende Gewässer weniger Sauerstoff als große, welche uU auch noch von Flüssen und Bächen gespeist werden. Durch den sinkenden Sauerstoffgehalt eignet der See sich aber immer weniger als Lebensraum für unsere Fische, sie beginnen langsam zu sterben und wenn nichts passiert werden die Fische in den Teich auch aussterben. Der Selektive Druck auf die Fische hat sich nun stark erhöht und die Fische brauchen nun, um nicht auszusterben, eine Änderung ihres Bauplans.
Stell Dir nun weiter vor, dass einige Fische eine Ausstülpung in ihren Darm haben. Das wäre normalerweise ein Nachteil, da sich dort zB Nahrung festsetzen kann. Allerdings beschafft es dem Darm auch eine größere Oberfläche die geschluckte Luft absorbieren kann. Diese Fische hätten also in unserem Teich nun einen starken Vorteil gegenüber ihren Artgenossen ohne diese Ausstülpung und deshalb werden irgendwann die meisten Fische des Teiches solch eine Ausstülpung haben.
Du siehst also, dass eine stabile Umwelt durch einen niedrigen Selektionsdruck die Erhaltung eines Bauplans begünstigt, während eine sich verändernde Umwelt auch die Änderung eines Bauplans begünstigt.

P.S.
Haie müssen nicht immer schwimmen, um nicht zu ersticken.
Hier sieht man z.B. einen Hai, der sich nicht bewegt und aktiv atmet.

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