Sensation! Evolutionstheorie immer noch nicht widerlegt!

Seit einigen Tagen scheint eine Meldung durch die englischsprachige Presse zu geistern, in der behauptet wird, eine neue Studie hätte die Evolutionstheorie nach Darwin widerlegt (siehe z.B. hier).

Wirft man aber einen kurzen Blick auf das Abstract der entsprechenden Studie oder auf einen blog-Eintrag einer an der Studie beteiligten Dame, so wird klar, dass diese „Sensation“ wohl auf ein Fehlverständnis der Evolutionstheorie der berichtenden Medien zurück geht.

Was die Studie gemacht hat, ist zu bestimmen welchen Anteil die Expansion in neue ökologische Nischen und welchen Anteil die Konkurrenz der Lebewesen untereinander an der Entstehung der Artenvielfalt haben. Die Studie vergleicht nun die Anzahl der Tetrapoden mit der Anzahl der bestehenden ökologischen Nischen und kommt zu den Schluss, dass beide im hohen Maße miteinander korreliert sind. Damit kommen die Autoren der Studie zu dem Ergebnis, dass die Konkurrenz der Lebewesen untereinander eine geringere Rolle als treibender Faktor hinter der Evolution, oder genauer als stärkster Faktor im Selektionsdrucks, als die Expansion in neue ökologische Nischen spielt.

Damit ist jedoch sicherlich nicht die Evolution durch Mutation, Selektion und genetischer Drift widerlegt. Man hat lediglich einen genaueren Einblick in die treibenden Kräfte hinter der Evolution erhalten.

Für alle die genügend Englisch beherrschen, möchte ich noch Greg Ladens deutlich ausführlicheren blog-Eintrag zu dem Thema empfehlen.

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